
Über mich
Andreas Baumhöfer: Pferdemensch, Hufpfleger, Huftechniker – und staatl. geprüfter Hufbeschlagschmied
Geboren 1973 und aufgewachsen auf einem Bauernhof/Reiterhof in Langenberg im Kreis Gütersloh, habe ich mich von Kindheit an mit Pferdehaltung und Reitmöglichkeiten vertraut machen können. Mein erstes eigenes Pferd, einen Haflingerwallach namens Max, den ich selbst eingeritten habe, bekam ich mit 15 Jahren. Er hat mich als treuer Freund auf endlosen Geländeritten und Wanderritten begleitet.
So ergab sich zwangsläufig auch die Frage des Hufschutzes, und ich begann mich Mitte der 90er Jahre für Hufschuhe und Hufbearbeitung zu interessieren. Ich besorgte mir Literatur zum Thema, schaute den Hufschmieden bei der Arbeit über die Schulter und hinterfragte angewandte Methoden.
Alternative Bearbeitung und Kunststoffbeschläge wurden noch sehr zögerlich und mit Vorbehalt angewandt. Bei einem befreundeten Hufexperten, der damals bei Fritz Rödder gelernt hatte, erfuhr ich im Laufe der kommenden Jahre viel über korrekte Barhufpflege.
Max musste 2021 mit 35 Jahren erlöst werden. Ich hatte mir 2009 einen zweiten Haflingerwallach gekauft, mit dem ich viele Jahre Geländeritte unternommen habe und mit der Kutsche im Gelände unterwegs gewesen bin. Leider ist er 2020 verstorben. Seit 2023 habe ich eine Schwarzwälder Fuchsstute, mit welcher ich weiterhin Geländeritte mache und Hufschuhe teste, die neu auf den Markt kommen.
Durch Zufall lernte ich 2004 Gerd Schramm, der Ausbildungsleiter der BESW war, kennen und dann den Ausbildungsleiter der EHA (Europäische Hufbeschlag Akademie) und begann zeitnah die Ausbildung zum Hufpfleger, die ich im Herbst 2005 in der Praxis mit der Note Sehr gut abschloss. Weil nicht jedes Pferd barhuf klarkommt, habe ich noch eine weitere Ausbildung zum Huftechniker gemacht, und im Herbst 2006 folgte die Prüfung zum Huftechniker mit der Note Gut.
Die Hufschmiedeausbildung habe ich in Holland gemacht über die BESW und Anfang 2008 meine Prüfung abgelegt, die EU-weit anerkannt ist.
Das neue Hufbeschlaggesetz trat im Jahr 2008 in Kraft.
Es wurde dagegen geklagt, dass Hufpfleger und Huftechniker nicht weiterarbeiten dürfen nach dem Entwurf des neuen Hufbeschlaggesetzes. Die Klage wurde gewonnen, und Hufpfleger und Huftechniker dürfen weiterarbeiten und an staatlich anerkannten Hufpflegeschulen die Ausbildung machen.
Mit Eisenverarbeitung konnte ich mich nicht richtig anfreunden und mache seit Jahren keinen Hufeisenbeschlag und auch keine alternativ genagelten Beschläge.
Ich berate bei Hufbeschlag, Barhuf und Versorgung mit Hufschuhen. Ich schaue immer, was für den Reiter/Besitzer und für das Pferd die optimale Möglichkeit sein kann.
Ich beschäftige mich mit Hufschuhen seit ca. 1995 und teste sie weiterhin selber. Durch diverse Wanderritte und Austausch mit anderen Reitern sammelte ich Erfahrungen mit verschiedensten Hufschuhen und habe dadurch auch Probleme lösen können, die sich logischerweise durch Bodenverhältnisse und Hufform ergaben.
Bei meiner Arbeit mit Pferden habe ich immer schon viel Geduld und Ruhe gehabt, sodass ich auf Zwangsmittel verzichten kann und problemlos allein, also ohne Aufhalter, arbeite. Ich begrüße allerdings eine aktive Zusammenarbeit mit dem Pferdebesitzer, um eventuelle Korrekturmaßnahmen rechtzeitig zu besprechen und damit den Erwartungen gerecht werden zu können.
Vorher habe ich 1990 die Ausbildung zum Tischler gemacht und in einer kleinen Bautischlerei als Tischler gearbeitet, in der ich auch gelernt habe. Ursprünglich wollte ich nur nebenberuflich Hufe bearbeiten. Der Kundenstamm hat sich aber so schnell vergrößert, dass ich Mitte 2008 meinen Job als Tischler kündigen musste.


